In Gedenken

Ein strahlender Stern hat uns verlassen...
Der Hockey-Club Kassel und seine Mitglieder trauern um Antonia Marks, die am Freitag, 1. März 2013, in ihrem Elternhaus in Hamburg-Wentorf einer schweren Krankheit erlegen ist.

Antonia (*21. Juni 1984) , die von Familie und Freunden „Töni“ genannt wurde, kam in 2008 nach Kassel, um an der Kasseler Kunsthochschule Produktdesign zu studieren.

Als waschechtes Hockeymädchen suchte sie direkt nach ihrer Ankunft in der Fuldastadt den Kontakt zum HCK auf, um weiter ihrer großen Leidenschaft nachzugehen.
 
Töni stammt aus einer wirklichen Hockey-Familie, die im Traditionsverein TTK Sachsenwald beheimatet ist. In Kassel gehörte sie sofort zu den Leistungsträgerinnen, und sorgte als Stürmerin für zahlreiche Treffer zu Gunsten der Kasseler Damen. Antonia war damit ein Grundstein für den Wiederaufbau der Kasseler Damen-Mannschaft, die zuvor lange Zeit her im Freizeitsport mitlief, dann aber Sieg um Sieg größere Erfolge errang und in 2009 Niedersächsischer Kleinfeldmeister wurde.
 
Doch für Töni bot der HCK nicht nur ein sportliches Betätigungsfeld, sondern wurde bald zur zweiten Heimat mit besonders tiefen Freundschaften. Deshalb engagierte sich Töni auch rund um den Hockeyplatz für ihren Club. Sie unterstützte das Vorstandsteam um den Vorsitzenden Victor Hernández beispielsweise bei der Neugestaltung des grünweißen Vereinswappens, sie packte tatkräftig bei der Organisation und Durchführung der ersten Kasseler Hockey-Turniere mit an, hilfsbereit sprang sie ein, wenn eine Hand gebraucht wurde, ob nun beim Schulhockey, bzw. dem Programm „Jugend trainiert für Olympia“ oder bei anderen Aktionen. Mit ihrer lebensfrohen Art und ihrem ganz eigenen charmanten Lächeln erleichterte sie uns auch die unangenehmsten Aufgaben. Dabei gehörte sie gleichzeitig, zu den besonders wachen Personen, die stets konstruktiv und dankenswerterweise auch kritisch mitdachten. In Kassel konnte sich Töni zuhause fühlen, nicht zuletzt weil auch ihr zwei Jahre älterer Bruder Marius hier studierte, und ebenfalls eine zentrale Rolle im Kasseler Club einnahm.

2011/2012 war Tönis Zeit in Kassel vorbei. Die Liebe zog sie wieder gen Norden. Dort lebte sie mit ihrem Freund Jan Kulla zusammen, der ebenfalls als Hockeyspieler des TTK Sachsenwald an zahlreichen Kasseler Turnieren teilgenommen hatte.
In 2012 bekamen beide ihren Sohn Fritz, und Töni schloss aus der Ferne ihr Design-Studium erfolgreich ab. Zur gleichen Zeit hatte auch der unbarmherzige Krebs bereits die Hand nach ihr ausgestreckt, und ein zähes Ringen mit Behandlungserfolgen und Niederschlägen begann.

Das Leben hätte diesem besonders lieben Menschen und ihrem jungen Familienglück noch so viele schöne Momente schenken dürfen und sollen. Töni hätte es verdient. Nun erscheint es uns ungerecht, und wir bleiben verständnislos zurück.

Töni bleibt für immer in unseren Herzen!