HNA Bericht


Vereine bangen um Hallenzeiten (HNA Bericht vom 22.02.2018)

Sorge bei Vereinen: Vier Sporthallen in Kassel sollen zeitgleich saniert werden

 
Sorge haben die angekündigten Hallensanierungen unter anderem bei Dr. Till Eggers ausgelöst. Er ist der Vorsitzende des rund 350 Mitglieder zählenden Hockey Clubs Kassel 1910. Der Verein, der auf besondere Erfolge im Nachwuchsbereich verweisen kann, nutzt die Sporthalle am Königstor.
 

Erhalte man während der Hallenschließung keine ausreichenden Ausweichmöglichkeiten in Sachen Wettkampf- und Trainingszeiten, sehe er gar die Existenz des Vereins und des Hockeysports in Nordhessen bedroht. Denn dann könnten viele der erfolgreichen jungen Spieler sich vom Hockey abwenden und sich einer anderen Sportart zuwenden.

 

Die Planung

„Wir sind zunächst einmal froh, dass wir mit vier Sporthallen in dem Förderprogramm drin sind“, betont die Kasseler Sportamtsleiterin Dr. Andrea Fröhlich. Die Sanierung werde zu deutlichen Qualitätsverbesserungen führen. Davon profitierten auch die Vereine und Schulen als Nutzer. Nach Angaben der Stadt sind für folgende vier Hallen energetische Sanierungen vorgesehen:

 

Sporthalle Königstor, Luisenstraße:

  • Sanierung von Mitte 2018 bis mindestens Januar 2020
  • Sperrzeit: von August 2018 bis März 2019
  • geschätzte Kosten: 2,8 Millionen Euro
  • Sporthalle Bettenhausen Eichwaldstraße:
  • Sanierung läuft bereits
  • Sperrzeit: von April bis August
  • geschätzte Kosten: rund zwei Millionen Euro
  • Sporthalle 1. Berufsschulzentrum, Schillerstraße:
  • Sanierung in diesem Jahr
  • Sperrzeit: von Anfang Mai bis Ende August 2018
  • geschätzte Kosten: rund 960 000 Euro.
  • Sporthalle Gabelsbergerstraße:
  • etwa viermonatige Sanierung im Sommer 2019
  • Sperrzeit: etwa drei Wochen in den Schulferien
  • geschätzte Kosten: rund 800 000 Euro.

Die Zusicherung

Die Stadt hat am Mittwoch den Vereinen zugesichert, sie werde versuchen, für alle eine Lösung zu finden. Um Ausfallzeiten gering zu halten und zusätzliche Hallenzeiten zu gewinnen, habe man auch bei externen Hallenbetreibern (etwa CVJM) und in Nachbargemeinden angefragt. Jede zu sanierende Halle werde einzeln betrachtet. Alle davon betroffenen Vereine sollen rechtzeitig – etwa einen Monat vor der jeweiligen Sperrung – eingeladen werden, um ihnen das Feinkonzept vorzustellen. Die Sportamtsleiterin appelliert auch an die Solidarität der Vereine, die für Kooperationen bereit sein sollten. Beim Hockey sei das nicht möglich, denn es sei der einzige Verein seiner Art in Kassel und benötige eine für diesen Sport geeignete Halle. Aber, so Fröhlich: „Wir werden auch hier eine Lösung finden.“